Christian Lahusen

1886–1975

Christian Lahusen

1886–1975

Christian Lahusen wurde am 12. April 1886 auf dem Kolonialsitz der Kaufmannsfamilie Lahusen in Buenos Aires geboren und genoss dort bis zu seinem 13. Lebensjahr eine private Erziehung. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland machte er in Bremen sein Abitur und ging 1905 nach Leipzig, um am dortigen Konservatorium Musik zu studieren. Nach Abbruch des Studiums bildete sich Christian Lahusen autodidaktisch fort, wurde 1914 Korrepetitor am Opernhaus in Berlin-Charlottenburg und nach Ende des 1. Weltkrieges Kapellmeister und Komponist an den Münchner Kammerspielen. Ab 1920 war er freiberuflich auch für die Hamburger Kammerspiele und für das Schauspiel Frankfurt tätig. 1931 siedelte er nach Überlingen am Bodensee um und wurde neben seiner kompositorischen Tätigkeit Lehrer an der traditionsreichen Internatsschule in Salem.

Christian Lahusen war vorwiegend als Chor-Komponist tätig und orientierte sich stark am Chorlied des 16. und 17. Jahrhunderts. Er ist mit mehreren Liedern im Evangelischen Gesangbuch vertreten. Bekannt sind unter anderem seinen Zyklen »Volks- und Bänkellieder« (1910), »Heimkehr im Abend« (1939) und »Kleiner Psalter« (1951). Seine Vorliebe für das Werke Joseph Freiherr von Eichendorffs (1788–1857) schlägt sich in vielen Lied-Kompositionen und in dem Lustspiel »Der Freier« (1923) nieder.

Christian Lahusen starb am 18. Mai 1975 in Überlingen.

Christian Lahusen:
Komm, Trost der Welt (Joseph F. von Eichendorff, 1788–1857) – Lilienfelder Cantorei Berlin, Klaus-Martin Bresgott (CD »Uraltes Wehn«, 2004)

Christian Lahusen (1886–1975)