St. Markus
München
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Architektur
Erbaut: 1873–1876, 1955–1957
Architekt: Rudolf Gottgetreu, Gustav Gsaenger
Baustil: Historismus, Nachkriegsmoderne
Beschreibung
Nach einem Entwurf von Rudolf Gottgetreu (1821–1890) entstand 1873–1876 der neogotische Bau mit vorgelagertem Turm als zweite protestantische Kirche in München. Im Zuge einer Umgestaltung 1936/1937 wurde eine Entgotisierung durchgeführt. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, erfolgte bald eine behelfsmäßige Instandsetzung. Zu einem umfassenden Wiederaufbau kam es 1955–1957 unter der Leitung von Gustav Gsaenger (1900–1989), der das Äußere und Innere weitgehend neu gestaltete. Nur wenige Formen wie das Portal mit seiner floralen Ornamentik erinnern noch an den neogotischen Ursprungsbau. Der Turm erhielt ein flaches Zeltdach. 2008/2009 erfolgten erneut Baumaßnahmen, bei der neben der Errichtung eines Anbaus an der Nordfassade das Innere eine Neugestaltung erfuhr.
Der Innenraum wird von einer stuckverzierte Rabitzdecke abgeschlossen. Altar, Taufe und Ambo bestehen aus Aluminiumguss und sind ein Werk des Künstlers Benjamin Bergmann (geb. 1968). Aus dem Jahr 1962 stammt die Steinkanzel, deren Reliefs die vier Evangelisten zeigen. Die farbigen Fenster mit Szenen aus dem Markus-Evangelium im Chor entstanden nach einem Entwurf von Hermann Kaspar (1904–1986) in der Mayer‘schen Hofkunstanstalt. 1936 baute die Oettinger Firma Steinmeyer die große Orgel, die 54 Register auf drei Manualen und Pedal besitzt. Auf der Ostempore befindet sich seit 1967 ein zweites Instrument, das ein Werk des Orgelbauers Paul Ott (1903–1991) ist und 29 Register auf drei Manualen und Pedal aufweist.
Quellenangaben: http://www.st-markus-m.de/; https://de.wikipedia.org/wiki/St._Markus_%28M%C3%BCnchen%29