St. Andreaskirche
Lutherstadt Eisleben
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06295 Lutherstadt Eisleben
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Architektur
Erbaut: 2. Viertel 13. Jh., 15. Jh., 1714–1723
Architekt:
Baustil: Spätromanik, Gotik, Barock
Beschreibung
Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche mit polygonalem Chor, Westwerk und mächtigem quadratischem Turm an der Chornordseite stammt im Wesentlichen aus dem 15. Jh. Ältester Teil ist das doppeltürmige Westwerk, das im 2. Viertel des 13. Jh. im Bau war. Die achteckigen Aufsätze entstammen dem 15. Jh. Im 2. Viertel des 15. Jh. wurde ein Kirchenneubau im Osten begonnen und 1462–1486 mit dem Chornordturm vollendet. Dessen oktogonaler Aufsatz mit barocker Haube wurde 1714–23 aufgesetzt. In der Kirche hielt Martin Luther im Januar und Februar 1546 seine letzten Predigten und hier wurde der Reformator nach seinem Tode am 19. Februar 1546 aufgebahrt.
Das Kircheninnere wird von der spätmittelalterlichen Gewölbearchitektur mit achteckigen Pfeilern und Kreuzrippengewölben sowie den zum Teil bedeutenden Ausstattungsstücken aus Spätgotik und Renaissance bestimmt. Der spätgotische Schnitzaltar mit qualitätvollen Gemälden des späten 15. Jh. entstammt einer Nürnberger Werkstatt. Die hölzerne Kanzel, auf der Martin Luther mehrfach predigte wurde im frühen 16. Jh. geschaffen. Der achteckige Taufstein von 1582 ist aus der Dorfkirche zu Ahlsdorf übernommen worden; eine hölzerne Taufe wurde im Jahr 1676 geschaffen. Neben weiteren Schnitzplastiken des 15. Jh., dem Chorgestühl aus der Zeit um 1520 und zahlreichen Grabdenkmälern des 13.–17. Jh. ist insbesondere die Frührenaissancetumba des Grafen Hoyer VI. von Mansfeld († 1541) von weit überregionaler Bedeutung. Die Orgel in neogotischem Prospekt schuf 1876/77 der Zörbiger Orgelbauer Wilhelm Rühlmann senior.
Quellenangaben: Dehio Sachsen-Anhalt II 1999, S. 449–453; http://www.eisleben.eu/eisleben_website/CMS2Content.nsf/content/homepage_tourismus_kirchen_st._andreas.html