Ratzeburger Dom

Ratzeburg


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Ratzeburger Dom
Patschengang

23909 Ratzeburg

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Architektur

Erbaut: 1160–1200

Architekt:

Baustil: Romanik


Beschreibung

Als eine Stiftung von Heinrich dem Löwen (um 1130/1142–1180/1195) entstand um 1160–1220 auf einer Insel im Ratzeburger See der mächtige Backsteindom als Bischofskirche des Bistums. Er stellt eine romanische Pfeilerbasilika im gebundenen System auf kreuzförmigen Grundriss dar, Einflüsse der Architektur des Braunschweiger Dom wirkten im Bauverlauf ein. Der Westbau war ursprünglich zur Errichtung einer Doppelturmanlage vorgesehen und später mit einem gotischen Mittelturm abgeschlossen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erfolgte der Bau des anschließenden gotischen Kreuzgangs, 1380 die Errichtung der Lauenburger Kapelle als Grablege der Lauenburger Herzöge. Die umfassende Restaurierung von 1875–1881 beseitigte die gotischen Umbauten weitgehend, 1960–1966 wurde durch die Absenkung des Fußbodens die ursprüngliche Raumwirkung wiederhergestellt.

Beschreibung 2 ACF

Der gewölbte Innenraum birgt eine reiche Ausstattung. Aus dem späten 15. Jahrhundert stammt der spätgotische Schnitzaltar, der ehemalige frühbarocke Hauptaltar von 1629 von Gebhard Jürgen Titge (um 1590–1663) befindet sich heute im südlichen Querschiff. Das Chorgestühl aus dem 19. Jahrhundert bezieht Teile aus der Zeit um 1200 ein – die ältesten in Norddeutschland erhaltenen. Die Renaissancekanzel entstand 1576. Ebenfalls von Titge stammt das prächtige Epitaph von Herzog August (1577/1619–1656) von Sachsen-Lauenburg und seiner Gemahlin Katharina (1582–1644) aus dem Jahr 1649. An der Westwand befindet sich die große Orgel mit 60 Registern auf vier Manualen und Pedal, die 1978 von der Firma Rieger aus Vorarlberg geschaffen wurde. Von der selben Firma stammt die kleinere Chororgel, die 1972 entstand und heute 13 Register auf zwei Manualen und Pedal besitzt. Die dritte Orgel des Doms befindet sich in der Vorhalle. Diese sogenannte Paradies-Orgel weist zwei Manuale und Pedal und zehn Register auf. Geschaffen wurde sie 1985 von der Firma Michael Becker.

Quellenangaben: Dehio Hamburg/Schleswig-Holstein, 1994, S. 715-722; http://de.wikipedia.org/wiki/Ratzeburger_Dom


Ratzeburger Dom (Foto: Niteshift, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburg_Domsee_Herrenhaus_Dom_Winter_2010-01-25_008.jpg)

Ratzeburger Dom: Langhaus, Blick zum Altar (Foto: Concord, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:DomRZHauptschiff.JPG)

Ratzeburger Dom: Flügelaltar der Spätgotik von Hermen Rode, 1490 (Foto: W. Bulach, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:00_2474_Ratzeburger_Dom_-_Altar.jpg

Ratzeburger Dom: Frühbarocker Hochaltar im Knorpelstil von Gebhard Jürgen Titge, 1629, heute im südlichen Querschiff Foto: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_1255.JPG, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_1255.JPG)

Ratzeburger Dom: Ernst Barlach »Der Bettler« (1930, Bronze) im Innenhof des Kreuzgangs (Foto: Joggele73, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BettlerBarlach.jpg)

Ratzeburger Dom: Fresken im Kreuzgang (Foto: Xxxx, addda)

Ratzeburger Dom: Fresken im Kreuzgang (Foto: Viciarg, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_Wandbemalung_02.jpg)

Ratzeburger Dom: Fresken im Kreuzgang (Foto: Viciarg, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_Wandbemalung_01.jpg)

Ratzeburger Dom: Fresken im Kreuzgang (Foto: Viciarg, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_Wandbemalung_04.jpg)

Ratzeburger Dom: Fresken im Kreuzgang (Foto: Viciarg, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ratzeburger_Dom_Wandbemalung_05.jpg)